Gesundheitsnetzte

Expertengruppe
Intelligente Gesundheitsnetze

Die demografische Entwicklung in Deutschland lässt die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen schneller steigen als die Kapazitäten der Leistungserbringer. Geografische Ungleichverteilungen lassen einen relativen Mangel an Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten entstehen. Durch eine enge Vernetzung zentraler und dezentraler Gesundheitseinrichtungen sowie den Einsatz innovativer Technologien könnten diese Herausforderungen bewältigt werden.

Für eine effektive Nutzung technologiebasierter Lösungen im Gesundheitssektor sind jedoch nach wie vor schwer­wiegende Hürden zu beseitigen, darunter der Mangel an Interoperabilität von Anwendungen in der Tele­matik­infrastruktur, das Fehlen einer standardisierten und sicheren Patientenaktenstruktur sowie die fehlende Abrechenbarkeit von Telemedizin und das Verbot der Fernbehandlung. Die Expertengruppe Intelligente Gesundheitsnetze hat es sich zum Ziel gesetzt, einen wesentlichen Beitrag zur zügigen Umsetzung der intelligenten Vernetzung in die Regelversorgung zu leisten. Hierfür will die Expertengruppe relevante Akteure zusammenzubringen, Erfahrungs­wissen bündeln und für Entscheider der Bundesregierung, der Bundesländer, Kommunen und Städte sowie Unternehmen und Verbände nutzbar machen. Sie will den Status- und Umsetzungsfortschritt im Rahmen des Stakeholder Peer Review Prozesses der Digital-Gipfel Fokusgruppe Intelligente Vernetzung sichtbar ­machen und Beiträge zur beschleunigten Realisierung intelligenter Gesundheitsnetze leisten sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Feld der Gesundheits-IT beschleunigen. Insbesondere soll politischen Ent­scheidungsträgern auf allen staatlichen Ebenen eine Orientierungshilfe gegeben werden.

Das Arbeitsprogramm 2017 der Expertengruppe Intelligente Gesundheitsnetze umfasst folgende Schwerpunkte:

  1. DIV-Report Spezial Gesundheit: Konkretisierung und Weiterentwicklung von Empfehlungen für eine Strategie Intelligente Gesundheitsnetze.
  2. Beiträge zur Konferenz „Deutschland intelligent vernetzt 2017“ am 06. Dezember 2017.
  3. Beiträge zur Konferenz „Gesundheit im Zeitalter der Gigabit-Gesellschaft am 12. Juni 2017.
  4. Mitarbeit am Projekt „Übergreifende Rechts- und Regulierungsfragen der intelligenten Vernetzung“ mit dem Schwerpunkt „Rechtsrahmen der Fernbehandlung“.
  5. Fortführung des Peer Review Prozesses und des darauf basierenden Statusberichts „Intelligente Gesundheitsnetze in Deutschland“ (Ampel-Report).
  6. Fortführung der Kommunikationsmaßnahmen, wie z.B. parlamentarischer Dialog, Dialog mit Fachgesellschaften und Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle Intelligente Vernetzung.
  7. Mitwirkung an weiteren übergreifenden Aktivitäten der Fokusgruppe „Intelligente Vernetzung“.

Vorsitz der Expertengruppe

Klaus Juffernbruch (2)

Dr. med. Dipl.-Inform. Klaus Juffernbruch

FOM Hochschule für Oekonomie & Management gGmbH
klaus.juffernbruch@fom.de

Prof._Dr._Gernot_Marx_PG-Gesundheit

Univ.-Prof. Dr. Gernot Marx

Universitätsklinikum der RWTH Aachen
gmarx@ukaachen.de

ampel

DIV Report Spezial

Digitale Gesundheit 2017

ampel

Status und
Fortschritt 2015

Intelligente
Gesundheitsnetze

Zielbild Intelligente
Gesundheitsnetze 2020:

Intelligente Gesundheitsnetze sind das Herzstück der modernen Medizin.

Gesellschaftliche Ebene
Telemedizin sichert die Versorgung

2020 steht dem Mehrbedarf an medizinischer Behandlungskapazität ein sich verringerndes Angebot an Medizinern gegenüber. Telemedizin sichert die medizinische Versorgung auch in strukturschwachen Regionen. Individualisierung der Medizin ermöglicht maßgeschneiderte Therapien mit bestmöglichen Behandlungsergebnissen. Wesentliche Zielbildbausteine sind:

Individualisierung der Medizin   Empowerment der Patientinnen und Patienten   Bessere Gesundheit durch Eigenverantwortung   Effizienz durch innovative Ausblildung

Rechtliche/Regulatorische Ebene
Gesetzliche Regelungen ermöglichen neue Wachstumsimpulse

2020 ist die im Versorgungsstrukturgesetz von 2011 festgelegte Roadmap für den flächendeckenden Wirkbetrieb von Telemedizin umgesetzt. Mehr Rechtssicherheit beim IT-Outsourcing schafft die Grundlage, dass spezialisierte Dienstleister eingesetzt werden können. Die Möglichkeiten der elektronischen Gesundheitskarte werden umfassend genutzt. Wesentliche
Zielbildbausteine sind:

§ 291 a SGB V Telematikinfrastruktur   § 630 a ff. BGB Portabilität elektronischer Patientenakten   § 80 Abs. 5 SGB X Rechtssicherheit beim Outsourcing   § 203 StGB Ausgleich zwischen ärztlicher Schweigepflicht und Beauftragung externer IT-Dienstleister   §11 BDSG Auftragsdatenverarbeitung

Business-Ebene
Wissensmanagement und personalisierte Medizin

2020 werden intelligente Wissensdatenbanken helfen, das stetig wachsende Informationsangebot intelligent zu nutzen, und Behandler und Patienten unterstützen. Insbesondere in der Pharmakologie kann gezielt und individuell behandelt werden. Der klassische erste Gesundheitsmarkt wird zunehmend mit dem zweiten Gesundheitsmarkt durch intelligente ITAnwendungen vernetzt und bietet weitere qualitätsgesicherte medizinische Zielgruppeninformationen. Wesentliche Zielbildbausteine sind:

Semi-medizinische Angebote   Zusammenarbeit und Arbeitsteiligkeit   Medizinische Zielgruppeninformationen   Personalisierte Medizin   Steigender Bedarf an Betreuung

Prozess-Ebene
Patientensicherheit und personalisierte Medizin

2020 ist eine lückenlose medizinische Versorgung auch in dezentralen Regionen durch ein enges Zusammenspiel der Leistungserbringer mit ITUnterstützung sichergestellt. Der Patient wird in seinem häuslichen Umfeld mit IT sowie Sensorik und Aktorik unterstützt, um Gefahrensituationen abzuwenden. Alle für den Versorgungsprozess relevanten Daten stehen allen entsprechenden Leistungserbringern zur Verfügung. Die Semantiken und Ontologien der unterschiedlichen Systeme sind interoperabel. Wesentliche Zielbildbausteine sind:

Dezentralisierte medizinische Leistungserbringung   Versorgungseinheiten überschreitende Datenbereitstellung   Förderliche Rahmenbedingungen für Zusammenarbeit und Delegation   IT-Assistenzsysteme

Technische Ebene
Sensorik, Miniaturisierung, Robotik, Expertensysteme, IoE

2020 profitieren Patienten, Heilberufler und Gesundheitssystem von den Fortschritten der Genom-Analyse und personalisierten Medizin, der Miniaturisierung der Sensoren mit den verstärkten Möglichkeiten der dezentralen Diagnostik und Therapie, der Videokommunikation sowie den unterstützenden und entlastenden Funktionen, die Avatare, medizinische Expertensysteme, Roboter und elektronische Gesundheitsakten zur Verfügung stellen. Das Internet of Everything vernetzt diese Komponenten und bildet so die Grundlage der Intelligenten Gesundheitsnetze. Wesentliche Zielbildbausteine sind:

Genom-Analyse   Miniaturisierte Sensorik   Expertensysteme/Big Data/Robotik/IoE   Standard-basierte, internationale Interoperabilität

Ergebnisse der Expertengruppe Intelligente Gesundheitsnetze


2017

DIV_Report_Spezial_Gesundheit_2017

Deutschland intelligent vernetzt
Digitale Gesundheit 2017
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2016

161111_FG2_Cover_DIV_Report_Spezial

Deutschland intelligent vernetzt
Digitale Bildung 2016
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161110_FG2_Cover_Gesundheit

Bildung und Health-IT
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2015

Peer_Review_Gesundheit

Status und Fortschritt Intelligenter Gesundheitsnetze in Deutschland
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2014

141014_AG2_NutzenAnwendungen_Gesundheit (1)

Nutzen und Anwendungen Intelligente Gesundheitsnetze
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2013

1605112_Ergebnisbericht_PG_Gesundheit

Ergebnisbericht 2013
Zielbilder Intelligenter Gesundheitsnetze
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2012

Strategiepapier_IN_Gesundheitswesen

Ergebnisbericht 2012
Intelligente Netze im Gesundheitswesen
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