Bildungsspezial

DIV Report Spezial "Digitale Bildung 2016"

„Lernen und Handeln in der digitalen Welt“ war das Motto des diesjährigen IT-Gipfels am 16./17. November 2016 in Saarbrücken. Vor diesem Hintergrund analysierte die Fokusgruppe Intelligente Vernetzung in ihrem DIV Report Spezial „Digitale Bildung 2016“ Status und Fortschritt der Digitalisierung hochschulischer und beruflicher Bildung.

Hierbei werden erhebliche Unterschiede deutlich. Hochschulen sind auch im zweiten Jahr der Analyse von einer umfassenden Implementierung intelligenter Bildungsnetze ein ganzes Stück entfernt. Die erstmals betrachtete berufliche Bildung hingegen ist hinsichtlich der Digitalisierung überaus heterogen. In Großunternehmen gelten vernetzte Bildungsangebote als bewährte Praxis, während in Klein- und mittelständischen Unternehmen E-Learning nur punktuell stattfindet. Dies ist auch für berufsbildende Schulen festzustellen.

Sie finden den DIV Report Spezial „Digitale Bildung 2016“ im Download-Bereich unter: http://deutschland-intelligent-vernetzt.org/wp/downloads/

DIV Konferenz 2016

Was sind intelligente Bildungsnetze? Welche Chancen ergeben sich mit deren Umsetzung für die Schulen, Hochschulen und für die berufliche Bildung in Deutschland? Welche Barrieren und Risiken bestehen oder werden sich noch entwickeln? Gibt es bereits Praxisbeispiele für intelligente Bildungsnetze? Was ist notwendig und erforderlich, um diese in Deutschland zum Rollout zu bringen? 9 Experten aus Industrie, IT-Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Verbänden äußerten sich anlässlich der DIV-Konferenz 2016 zu diesen Fragen. 

Die jährlich stattfindenden DIV-Konferenzen sind eine Initiative der Fokusgruppe „Intelligente Vernetzung“ des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung. Am 12. Oktober diskutierten über  300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Ludwigshafen am Rhein zum Thema „Deutschland intelligent vernetzt. Von Pilotprojekten zum erfolgreichen Rollout – Modellregionen als Innovations- und Erprobungsräume für intelligente Infrastrukturen und digitale Ökosysteme“.

Dr. René Arnold
(WIK GmbH)

„Großer Treiber sind zukünftig Schüler und Studenten, die Digitalisierung in der Bildung erwarten.“

Dr. Andreas Breuer
(innogy SE)

„Ich wünsche mir, dass die veränderten Rahmenbedingungen – wie beispielsweise im Energiebereich – schneller in die Ausbildung einfließen.“

Prof. Dr. Udo Dahmen
(Popakademie Baden-Württemberg)

„Wir brauchen für die intelligenten Bildungsnetze einen völlig neuen Typus von Lern- und Lehrmodellen.“

Ralph Giebel
(Dell EMC)

„Ein Bildungsnetz sollte neben der physikalischen Vernetzung inhaltlich gut aufgearbeitete, kuratierte und haptisch ansprechende Inhalte vermitteln.“

Dr. Markus Gomer
(Metropolregion Rhein-Neckar GmbH)

„Im Kontext des Transfers von Informationen wird die digitale Entwicklung noch massive Fortschritte machen.“

Prof. Dr. Martin Haag
(Hochschule Heilbronn)

„Wissen wird durch intelligente Bildungsnetze jederzeit verfügbar sein.“

Jens Mühlner
(T-Systems International GmbH)

„Ein intelligentes Bildungsnetz wäre für mich ein von Ort und Zeit unabhängiges System, das mir dabei hilft, die besten Inhalte zu finden.“

Michael Sternberg
(n-21 – Schulen in Niedersachsen online e.V.)

„Die Entwicklung des einzelnen Individuums wird durch die Möglichkeit der Teilhabe stark gefördert.“

Markus Wartha
(Charta digitale Vernetzung)

„Die Generationen, die mit Smartphone und Tablet aufgewachsen sind, werden das Angebot eines intelligenten Bildungsnetzes für sich zu nutzen wissen.“

BMWi-Roadshow 2016 Berlin

Bestehen intelligente Netze für die berufliche Bildung in Städten und Regionen Deutschlands ? Welche Aufgaben haben Kommunen und Ministerien auf Landes- und Bundesebene bei deren Auf- und Ausbau? Und welche Rolle kommt den Schulen, Hochschulen und der IT-Wirtschaft zu? 12 Experten äußerten sich anlässlich der BMWi-Roadshow „Digitalisierung und berufliche Qualifizierung“ zu Potenzialen, Ideen und Projekten in Deutschland.

Mit der Roadshow „Digitalisierung und berufliche Qualifizierung“ waren das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Initiative Netze neu nutzen und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI am 5. Oktober 2016 in Berlin der Gastgeber eines interprofessionellen Bildungsdialogs mit über 100 Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Schweiz.

Michael Härtel
(BIBB Bundesinstitut für Berufliche Bildung)

„Qualifiziertes, medienkompetentes Ausbildungspotenzial müssen wir noch vielfach schulen.“

Merle Hasenkamp
(Airbus Operations GmbH)

„Wir können einer heterogenen Zielgruppe den Zugang zu individuellen Bildungsinhalten ermöglichen.“

Ariane Hellinger
(IG Metall Bundesvorstand)

„Unter einem intelligenten Bildungssystem stelle ich mir ein System vor, bei dem ich von Fall zu Fall selbstbestimmt entscheiden kann, welche Inhalte ich auf welchen Geräten wann nutzen möchte.“

Klaus Herrmann
(Festo Lernzentrum Saar GmbH)

„Intelligente Bildungssysteme zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Kontext, der für den Lernenden entscheidend ist, begreifen und Inhalte so bereitstellen, dass ein Maximum für den Lernenden erreicht wird.“

Dirk Kubitschek
(Carl Zeiss AG)

„Ich wünsche mir manchmal, es würde oft weniger diskutiert und einfach etwas für das intelligente Bildungssystem gemacht werden.“

Dr. Thomas Lange
(acatech)

„Wir brauchen Freiraum für Experimente, da es für die digitale Transformation keine Blaupausen gibt.“

Thomas Michel
(DLGI)

„Intelligente Bildungssysteme sind vor allem selbstlernende Systeme, die sich von selbst weiterentwickeln und Menschen Konstrukte bieten, mit denen sie lernen können.“

Dr. Stephan Pfisterer
(BMBF)

„Durch die Digitalisierung haben wir bereits neue Formate und sollten auch neue Formen finden, die Lehrenden und Lernenden zu verbinden.“

Markus Rempe
(Lippe Bildung eG)

„Die Chancen liegen besonders in der starken Individualisierung des Lernens für die Schülerinnen und Schüler.“

Dr. Ulrich Schmid
(mmb)

„Die größten Bremsblöcke für ein intelligentes Bildungssystem sind die Kosten, Datensicherheit und -schutz sowie die Qualifizierung des Lernpersonals.“

Dr. Carsten Ullrich
(DFKI)

„Die Chancen liegen insbesondere in einer sehr zielgerichteten und individuellen Vermittlung von Lerninhalten an eine goße Gruppe von Personen.“

Prof. Dr. Heiko Wandler
(Popakademie Baden-Württemberg)

„Ein intelligentes Bildungssystem sollte den Lernfortschritt und die Lücken des Lernenden erkennen können.“

Thilo Zelt
(Roland Berger Strategy Consultants)

„Es gibt die motivierten Akteuere, aber es fehlt an der breiten Durchdringung und der systematischen Unterstützung für intelligente Bildungssysteme.“