Smart City Symposium des VDE

Beim VDE Smart City Symposium vom 7. bis 8. Dezember 2017 im ESTREL in Berlin haben 80 Experten über die Grundvoraussetzungen für die Digitalisierung und intelligente Vernetzung  von Städten und Regionen in Deutschland diskutiert. Namhaften Teilnehmer wie Telekom, Bosch, Phoenix Contact, Siemens, Cisco Deutschland, Westnetz, Roland Berger, Volkswagen, Stadt  Darmstadt, Berlin Partners, Fraunhofer Fokus, EDASCA, DKE, VDE‐Institut, VDI/VDE‐IT und VITAKO stellten im Rahmen des zweitägigen Symposiums ihre Kernkompetenzen und strategische Projekt‐ und Portfoliobeispiele dar. Dabei standen aktuelle Erfolgsgeschichten, B‐2‐B Geschäftsmöglichkeiten und‐innovationen aus dem Umfeld der Smart‐Cities und Regionen im Fokus der Vorträge und des Diskurs. Basierend auf dem Digital‐Gipfel‐Papier der Expertengruppe Smart Cities / Smart Regions waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass Innovationsplattformen gleichermaßen in Städten als auch in Regionen aufgebaut und nachhaltig betrieben werden sollen. Sie unterstützen eindrücklich den Aufruf der Fokusgruppe Intelligente Vernetzung des nationalen Digital‐Gipfels zur Legislaturperiode 2017–2021: „Es ist unabdingbar, dass Bund und Länder die Intelligente Vernetzung in den Städten (Smart Cities) und Regionen (Smart Regions) weitaus systematischer als bisher koordinieren und vorantreiben. In der Legislaturperiode 2017–2021 muss das Leitbild digital vernetzter Städte und Regionen deutlich stärker in der Digitalpolitik der Bundesregierung verankert, mit Nachdruck angegangen und mit den notwendigen finanziellen Mitteln unterlegt werden.“

MinR Dr. Peter Knauth vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Referatsleiter Grundsatzfragen der TK‐ und Postpolitik, wettbewerbs‐ und regulierungspolitische Fragen der Digitalisierung, Fachaufsicht BNetzA hat – mit Hinweis auf die aktuelle politische Situation, vorbehaltlich die Bildung einer Digitalagentur als modernes Kompetenzzentrum vorgeschlagen.

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Quelle: Vortrag P. Knauth im Rahmen des Smart City Symposium am 7.12.2017 in Berlin/Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Aufgabe dieser Agentur ist die Förderung der Umsetzung der Digitalen Agenda für intelligente Städte und Regionen:

1. Digitalisierung der Alltagsbeziehungen mit den Bereichen Mobilität, Energie, Umwelt, Wohnen, Bildung und Gesundheit,
2. Wertschöpfung und Innovation,
3. Digitalisierung von Verwaltung und Politik,
4. Transparenz und Teilhabe auch für jene, die ihren Ort in einer digitalen Gesellschaft noch nicht gefunden haben.

Die Gestaltung und Umsetzung der Digitalen Transformation setzt ein koordiniertes Vorgehen in Deutschland voraus. Das beinhaltet:

1. Leitstellen für die Digitalisierung
2. Politische Unterstützung und Akzeptanz bei allen Stakeholdern
3. Nachhaltige Finanzierung
4. Umsetzung nachhaltiger Lösungen
5. Nutzung von Best‐Practice‐Beispielen – Kultur der nächsten Chance etablieren

 

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Quelle: Digitale Agenda

Die Digitale Agenda basiert auf der Digitalen Infrastruktur. Das Schaubild veranschaulicht die Wechselwirkung zwischen Prozessen und Akteuren:

1. Organisation/Prozess/Technologie
Recht ‐ Wettbewerb ‐ Finanzen – Kultur/Werte
2. Smart City/Smart Region
Transparenz+Partizipation / Digitale Alltagserfahrung / Digitale Verwaltung / Wertschöpfung+Innovation

Aus Sicht von Reinhard Wagner, Ehrenvorsitzender der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. sowie Präsident der IPMA International bildet „Projektmanagement das Rückgrat von komplexen Digitalisierungsprojekten. Mittels hybrider und agiler Methoden können operative Maßnahmen zwischen Städten, Wirtschaft, Bürgerschaft und Wissenschaft besser koordiniert und begleitet werden.“ Wagner stellte anhand internationaler erfolgreicher Projektbeispiele die zentrale Bedeutung der methodischen und prozeduralen Werkzeuge des Projektmanagements als erfolgssichernde Bausteine für Smart‐Cities und Regionen‐Projekte dar.

Die DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE verweist auf den IEC SMART CITIES WORKSHOP 2018 am 30. Januar 2018 in Dortmund, wo sich internationale Normungsexperten zum Thema treffen.

Ausgewählten Start‐Ups des BMWi Gründerwettbewerb Digitale Innovationen wie Citizenlab, Envelio, OpendDataSoft, Physec, Naventik, Toposens, Urban Institut und Zolitron haben beim VDE Smart City Symposium ihre erfolgreichen Projekte vorgestellt.

Hinweis: Das BMWi vergibt in der Runde 1/2018 des „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“, die am 2. Januar 2018 beginnt, einen mit 10.000 € dotierten Sonderpreis für das beste Konzept einer Unternehmensgründung zu Smart Living.

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